An zwei aufeinanderfolgenden Tagen habe ich mich auf das Golfparkett gewagt, und die unterschiedlichen Wetterbedingungen sowie meine Golfkünste hätten kaum mehr ins Gegenteil driften können. Der erste Tag – ein Sonntag, wie er im Buche steht, allerdings mit dem versprochenen Regen, der sich schon lange vorab angekündigt hatte. Ich kann es nicht anders sagen: Das Wetter hatte das große Los gezogen und setzte alles auf „Nass“.
Als ich die Vorhersage sah, dachte ich mir: „Na, wenn es schon die ganze Zeit regnet, warum nicht?!“ Schließlich könnte ich ja zu Hause bleiben und mich gemütlich auf der Couch einrichten. Ich kenne mich: Mit einer Tüte Chips in der einen und der Fernbedienung in der anderen Hand würde die Couch mir ganz sicher ein schnurrendes „Komm her, bleib hier!“ ins Ohr flüstern. Und danach hätte ich ein schlechtes Gewissen, denn den ganzen Tag über hätte ich mir nur die neuesten Serien angeschaut und die Snacks weggeputzt. Also entschied ich mich, dem Sofa einen Korb zu geben und meldete mich voller Optimismus für das Turnier an.
Und tatsächlich, die Wettervorhersage war diesmal kein Scherz. Es regnete unablässig wie aus Eimern, aber mindestens blieb es angenehm warm. Was die Runde anging, die war fantastisch! Ich hatte das Gefühl, ich könnte im strömenden Regen meine besten Schläge ever zaubern. Und ehrlich gesagt, wenn es so weitergingen würden, könnte von mir aus immer ununterbrochen regnen. Ich sah mich schon auf dem Golfplatz als „Regenmeister“ – das würde ganz neue Gipfel des Ruhms erreichen! Der Golftag war einfach nur fantastisch.
Doch dann kam der Dienstag. Ah, der Dienstag, dieser listige Verwandte des Sonntags, der alles vermasseln wollte. Der Tag begann vielversprechend, das Wetter schien perfekt für ein Golfturnier – die Sonne schien, die Vögel sangen, und ich war guter Dinge. Ich schwang meinen Schläger mit der Zuversicht eines Profis und dachte, ich würde in die Fußstapfen des nächsten Golfstars treten.
Aber dann ging es bergab. Nach einem vielversprechenden Start verschwanden meine Schläge zunehmend in die falsche Richtung. In den letzten beiden Löchern verlor ich tatsächlich vier Bälle! Vier! Das muss doch einen Rekord für Pech aufstellen! Ich könnte schwören, dass ich die Bälle dort draußen auf dem Platz förmlich singen hören konnte. Während ich verzweifelt nach den verlorenen Bällen suchte, fragte ich mich: „Warum?“ Warum lief es nur so schlecht? Diese Frage bleibt für immer so rätselhaft wie viele andere unerklärliche Phänomene.
Abgesehen von den Schlägen zum Loch konnte ich einiges ertragen, aber die Grüns waren ein echtes Problem. Der Ball hüpfte in die Richtung, wie er es wollte. Wenn ich dachte, dass die Grüns schnell sind, zeigten sie sich an diesem Loch geradezu langsam. Und da das Leben kein Ponyhof ist, war das nächste Loch schnell, und ich habe meinen Ball über das Grün geputtet. Ob schnell oder langsam, es stand im 50 zu 50. Ich lag natürlich immer falsch. Mein Learning ist: Ich werde nie wieder auf aerifizierten Grüns spielen.
Obwohl das Wetter an diesem Tag einfach klasse war– perfektes Golfwetter, alles stimmte bis auf mein Spiel! Es war fast schon deprimierend. Da fragt man sich, ob ich vielleicht noch einmal über die Vorhersage für den nächsten Turniertag nachdenken sollte. Vielleicht sollte ich einfach den Regenschirm einpacken und auf die nächste „Regenmeisterschaft“ warten! Wer weiß, vielleicht liegt mein ganzes Talent wirklich im Nassen.





