Es ist offiziell: Jetzt träume ich schon vom Golfen. Ein klares Zeichen entweder wachsender Ehrgeiz oder ein leichtes Trauma vom letzten Spiel. Vermutlich beides.

Ein Tag vom Golfturnier war ich noch ganz motiviert 9 Loch spielen und in der Nacht verarbeitet mein Gehirn die Ereignisse wie einen Katastrophenfilm in Endlosschleife. Und ja, „Katastrophe“ ist hier keine Übertreibung, sondern eine ziemlich präzise Zusammenfassung meiner Leistung.

Ich habe außerdem eine interessante Theorie entwickelt: Wenn ich alleine spiele, verschwinden meine Bälle schneller. Es ist, als hätten sie ohne Publikum einfach keine Lust mehr, gefunden zu werden. Oder sie nutzen die Gelegenheit zur Flucht. Verständlich eigentlich so wie ich spiele.

Was die Ballsuche angeht, habe ich mittlerweile eine sehr effiziente Strategie: Ich gehe ungefähr dahin, wo der Ball theoretisch gelandet sein könnte, schaue einmal halbherzig ins Gebüsch und wenn er sich nicht freiwillig zeigt, erkläre ich ihn für verschollen. Man muss auch loslassen können.

Ganz ehrlich: Ich habe schlicht keine Lust, minutenlang im hohen Gras archäologische Ausgrabungen zu betreiben. Dafür ist mir meine Zeit zu schade… und meine Geduld sowieso.

Außerdem sehe ich das Ganze mittlerweile aus einer größeren, fast schon wirtschaftlichen Perspektive: Die Ballindustrie muss schließlich auch leben. Irgendjemand muss den Kreislauf am Laufen halten. Und wenn ich ehrlich bin – ich leiste da einen überdurchschnittlich engagierten Beitrag.

Man könnte sagen, ich spiele nicht nur Golf… ich unterstütze aktiv die Wirtschaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert